Über aktuelle Projekte der Lebenshilfe informierten sich Bundestagsabgeordneter Falko Mohrs und die Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer während eines Besuchs des Werkstattzentrums in Westhagen. Vereinsvorsitzender Siebert Kloster und Geschäftsführer Marcus Weinreich stellten den SPD-Politikern den neusten Stand der Planungen vor. So soll noch in diesem Jahr der Startschuss für weitere Wohnprojekte erfolgen. 

Am Dresdner Ring werden nach Aussage von Siebert Kloster drei zusätzliche Wohnhäuser entstehen. Ein Haus ist als Wohngemeinschaft konzipiert und für die beiden anderen Objekte sind Ein-Zimmer-Appartements vorgesehen. Für insgesamt zwölf behinderte Menschen können so barrierefreier und zeitgemäßer Wohnraum für ein selbstbestimmtes Leben entstehen. Über das benachbarte Siegfried-Ehlers-Wohnhaus steht bei Bedarf auch eine Nachtbereitschaft zur Verfügung. Der Standort stärkt zudem das Gemeinschaftsleben und unterstützt durch die nah gelegene Bushaltestelle auch die Selbstständigkeit. Darüber hinaus sind mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Neuland im Hellwinkel weitere Wohngruppen geplant. Für die Aufsichtsrats- und Sozialausschussvorsitzende Immacolata Glosemeyer ist dieses Konzept ein wichtiger Baustein für ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft.

Derzeit kümmert sich die Lebenshilfe um rund 600 Menschen mit Betreuungs- und sonderpädagogischem Förderbedarf. Neben einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen ist sie Träger zweier heilpädagogischer Kindertagesstätten, von fünf stationären Wohnstätten und vieler ambulanter Betreuungsangebote. Als mittelständisches Unternehmen der Sozialwirtschaft sind in der Wolfsburger gemeinnützigen Gesellschaft fast 270 Beschäftigte tätig. Auch für den Neubau des heilpädagogischen Kindergartens laufen nach Aussage von Marcus Weinreich die Planungen auf Hochtouren. „Es gibt weiterhin einen hohen Bedarf von zusätzlichen Förderbedarfen und therapeutischer Unterstützung“, so der Lebenshilfe-Geschäftsführer.

Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes bietet nach den Worten von Falko Mohrs die Chance auf passgenaue Hilfsangebote für die Betroffenen. „Die unabhängige Teilhabeberatung ist durch die Weiterführung der Finanzierung verlässlich abgesichert“, erklärte der Bundestagsabgeordnete.

Der Fachkräftemangel ist für die Lebenshilfevertreter derzeit eine zusätzliche Herausforderung. Nach Ansicht der Gesprächsteilnehmer müssen die Pflegeberufe gesellschaftlich aufgewertet und attraktiver werden, damit sich mehr junge Menschen für einen Pflegeberuf entscheiden.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Wir verwenden keine Analyse-Cookies. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.