Infolge der Corona-Pandemie droht 2021 erneut ein Ausnahmejahr für Krankenhäuser, so auch für das Wolfsburger Klinikum zu werden. Schon nach den ersten Wochen des neuen Jahres zeichnete sich sehr deutlich ab, dass die Lage weiterhin erheblich von der Pandemie geprägt sein wird. Vor diesem Hintergrund haben Klinikumsdezernentin Monika Müller und Klinikumsdirektor Wilken Köster den SPD-Wahlkreisabgeordneten Falko Mohrs um Unterstützung gegenüber der Bundesregierung bei der Bewältigung vor allem der finanziellen Herausforderungen gebeten.

Nach intensiven Gesprächen mit den Fachpolitikern seiner Fraktion in Berlin konnte Mohrs jetzt eine positive Nachricht überbringen. „Es wird für die zusätzlichen Belastungen einen Ausgleich durch den Bund geben“, erklärte Mohrs. Die dringend benötigte Budgetabsicherung über einen finanziellen Ganzjahresausgleich war das Hauptanliegen von Müller und Köster. Und genau dieser Ansatz soll nach Aussage des SPD-Politikers gewählt werden. So wird es für alle Krankenhäuser, unabhängig vom jeweiligen Infektionsgeschehen, eine Budgetabsicherung über einen Ganzjahresausgleich geben. „Als Berechnungsgrundlage dient dabei das Jahr 2019. Auf dieser Basis soll ein Bundeszuschuss in Höhe von 85 Prozent gezahlt werden“, beschreibt Mohrs die gefundene Lösung.

In Gesprächen mit der Klinikleitung wurden dem Abgeordneten die besonderen Herausforderungen geschildert. „Die aktuelle Situation belastet unser Klinikum personell und wirtschaftlich in sehr hohem Maße. Ohne Unterstützung des Bundes droht unserem Klinikum und somit auch der Stadt Wolfsburg ein Defizit im bis zu zweistelligen Millionenbereich“, beschreibt Köster den dringenden Handlungsbedarf.

Monika Müller freut sich über die Botschaft von Falko Mohrs und dankt für seinen Einsatz, sie fordert aber weiterhin: “Die Gesundheitsversorgung braucht verlässliche finanzielle Perspektiven und nicht nachgelagerte Teilausgleiche von Verlusten.“ Gerade Krankenhäuser als Fundament der Pandemiebewältigung müssten sich darauf verlassen können, die Pandemie auch selbst zu überstehen. „Wir setzen darauf, die Gesundheitsversorgung hier in Wolfsburg weiterhin umfassend leisten zu können und haben nun dafür in diesem Jahr glücklicherweise ein Stück Planungssicherheit erhalten“, so die Klinikumsdezernentin.

Die jetzt gefundene Lösung stellt nach Ansicht aller Beteiligten einen Durchbruch dar und sichert die Handlungsfähigkeit der Krankenhäuser sowie die gute Versorgung der Bevölkerung.

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