Wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs soeben mitgeteilt hat, hat der Haushaltsausschuss des Bundes in seiner heutigen Sitzung die Mittel für die 5x5G-Strategie freigegeben. Der Freigabebeschluss beinhaltet auch die Förderung von „5G-Modellregionen“, wie sie im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbart sind. Eine dieser 5G-Modellregionen wird die Region Braunschweig-Wolfsburg sein, die im Zeitraum von 2019-2022 für die Umsetzung dieses Vorhabens 12 Mio. EUR erhalten wird.

Matthias Wunderling-Weilbier, Leiter des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig, der mit der Koordination dieses Vorhabens betraut ist, begrüßt diese Entscheidung: „Die Wissenschaftsregion Braunschweig-Wolfsburg verfügt über hochkarätige Forschungseinrichtungen, die ein solches Zukunftsprojekt umsetzen können. Gemeinsam mit wichtigen Industriepartnern werden diese innovative Anwendungen und neue Dienstleistungen im Rahmen der 5G-Technologie erproben. Einmal mehr trägt die Zusammenarbeit in der Region und insbesondere zwischen den Städten Braunschweig und Wolfsburg Früchte.“

Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs: „Unsere Region ist eine der fünf großen Gs in Deutschland. Das 5 G-Mobilfunknetz macht viel mehr möglich als schnelles Internet auf dem Smartphone. Es ist eine Grundvoraussetzung für intelligente Dienste wie etwa die Kommunikation zwischen Autos beim autonomen Fahren und wird den Verkehrsfluss verbessern. Die Wolfsburger Innenstadt wird Testfeld, die Forschung kommt aus unserer direkten Umgebung. Dass wir den Zuschlag erhalten, zeigt, wie viel die Partner in der Region gemeinsam erreichen können. Für Wolfsburg bedeutet die Förderung kräftigen Rückenwind für die Initiative #WolfsburgDigital.“

Der geplante schrittweise Ausbau des „5G-Reallabors“ ermöglicht einen frühzeitigen Lernprozess bezogen auf die Technologie sowie sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten, wodurch sich die Infrastrukturkosten im Verlauf des Vorhabens reduzieren werden. In einer ersten Phase wird zunächst das Stadtgebiet von Wolfsburg stufenweise durch 5G-Technologie abgedeckt. Hier können bereits getätigte Investitionen in das stadtweite Glasfasernetz genutzt und somit Zusatzinvestitionen vermieden werden. Mit dem aufgebauten Wissen aus dem Aufbau in Wolfsburg werden dann das Stadtgebiet von Braunschweig sowie die ländlichen und halbstädtischen Gebiete zwischen den Ballungszentren erschlossen. Die Fraunhofer Gesellschaft hat bereits viele Anwendungsfälle entwickelt, die sich für die Erprobung eignen.

Der Oberbürgermeister von Braunschweig, Ulrich Markurth, betont ebenfalls die Bedeutung des Projektes: „Die Umsetzung im urbanen Raum der Stadt Braunschweig bietet die Chance, dass unsere Forschungseinrichtungen und Unternehmen innovative Lösungen entwickeln und neue Anwendungen testen können. Die Einrichtung eines 5G-Netzes würde die bereits aufgebaute und geplante Infrastruktur wie etwa das öffentliche WLAN, das LoraWAN und die des DLR-Testfeldes AIM ideal ergänzen und damit einen wichtigen Impuls für unsere Aktivitäten im Bereich Smart City leisten. Ein weiterer Erfolg regionaler Zusammenarbeit!“

„Für die Transformation von Volkswagen zum führenden Anbieter von Elektromobilität, von vernetztem und automatisiertem Fahren ist 5G von entscheidender Bedeutung. Hier in der Region wird die Zukunft der Mobilität Volkswagen entwickelt und erprobt. Es geht dabei nicht nur um technologisches Know-how und technologischen Vorsprung, sondern auch um hochwertige Arbeitsplätze und damit verbunden immer auch um die Lebensqualität der Menschen, die hier leben und arbeiten.“, so Volkswagen Personalvorstand Gunnar Kilian.

Bernd Osterloh, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates von Volkswagen, begrüßt diese Entscheidung auch aus Sicht der Beschäftigungsentwicklung: „Gerade unsere Region steht mit einem starken Schwerpunkt auf Automobilwirtschaft vor den denkbar größten Herausforderungen. Wissen schafft Arbeit! Wenn wir hier neue Technologien erproben, profitieren nicht nur die Beschäftigten unserer Region davon, sondern ein „5G-Reallabor in der Mobilitätsregion Braunschweig- Wolfsburg“ wird einen Referenzcharakter für andere Regionen und das Land Niedersachsen haben.“

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