Als Frontalangriff auf die deutsche Automobilindustrie bezeichnet der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs (Helmstedt-Wolfsburg) die Anträge der AfD zur Streichung von Bundesmitteln für die Förderung der Elektromobilität sowie für mehr Klimaschutz. „Die Automobilhersteller brauchen unsere aktive Unterstützung beim Umstieg auf umweltfreundliche Antriebssyteme“, erklärte Mohrs.

Im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages hatte die AfD eine Kürzung von 454 Millionen Euro bei der Weiterentwicklung der E-Mobilität beantragt. „Damit werden nicht nur zehntausende von Arbeitsplätzen gefährdet, sondern die Zukunft unseres wichtigsten Industriebereichs leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Wir wollen Weltmarktführer bei E-Mobilität werden und damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so der SPD-Wirtschaftspolitiker.

Auch bei der nationalen Klimaschutzinitiative drohe die AfD mit Kahlschlag: Hier schlägt sie die Streichung von 274 Millionen Euro vor. „Hierbei handelt es sich um den dringend erforderlichen Ausbau der regenerativen Energien. Wir wollen und wir müssen den Anteil von sauberer Energie dramatisch erhöhen“, verdeutlicht Mohrs die Notwendigkeit einer verstärkten Bundesförderung in diesem Bereich.

Die Akzeptanz der E-Mobilität wird nach Ansicht des SPD-Bundestagsabgeordneten wesentlich vom Preis der Fahrzeuge, der Reichweite der Batterien sowie einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur abhängen. Daher sei die von der AfD beantragte komplette Streichung von 150 Millionen Euro für die Errichtung einer Tank- und Ladeinfrastruktur ein weiterer Schlag gegen Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie. „Gerade in Wolfsburg werden wir den Beweis antreten, dass E-Mobilität Arbeit sichert und die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen langfristig garantiert. Daher investieren Stadt und Unternehmen auch massiv in den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Dafür benötigen wir aber die Unterstützung aus Berlin“, stellt Mohrs klar.

Selbst bei der Anschaffung von klimafreundlichen Bussen schlagen die AfD-Politiker zu und beantragen einen Verzicht von 24 Millionen Euro Bundeshilfe. „Das hat ganz konkrete Auswirkungen auf Elektro- und Hybrid-Busse in den Städten und Landkreisen. Gerade beim öffentlichen Personennahverkehr brauchen wir den konsequenten Umstieg. Dies schützt die Menschen vor vermeidbaren Umweltbelasten sowie vor Lärm und erhöht somit die Wohn- und Lebensqualität“, so der SPD-Politiker. Nur wer den von Menschen mit verursachten Klimawandel konsequent leugne, kann nach Auffassung von Mohrs solche Anträge schreiben.

Als Schlag ins Gesicht von jungen Menschen bezeichnet Mohrs die beantragte Streichung von einer Million Euro für die Integration von Flüchtlingen in die duale Berufsausbildung. „Hier geht es um das Schicksal und die Zukunft von Menschen und nicht um parteipolitische Spielchen“, kritisiert der Sozialdemokrat diese Initiative.

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