Die niedersächsische Landesregierung und allen voran Innenminister Boris Pistorius haben sich nach Aussage von Immacolata Glosemeyer, MdL und Falko Mohrs, MdB seit Monaten dafür eingesetzt, unbegleitete Minderjährige aus den Flüchtlingslagern der griechischen Inseln aufzunehmen. Dazu erklären die beiden Wolfsburger SPD-Abgeordneten: „Endlich findet das lange Tauziehen ein Ende! Mit der Entscheidung des Bundeskabinetts können die ersten Kinder und Jugendlichen bereits kommende Woche die elenden Zustände der griechischen Flüchtlingslager hinter sich lassen und Schutz in Niedersachsen finden. Daher ist es ein Signal der Hoffnung und der Humanität, dass Deutschland zeitnah 350 minderjährige Flüchtlinge aufnehmen wird – es ist der Initiative unseres Innenministers zu verdanken, dass kurz nach Ostern die ersten 50 Jugendliche nach Niedersachsen kommen werden.“

Glosemeyer und Mohrs haben sich frühzeitig dafür eingesetzt, dass sich auch die Stadt Wolfsburg an dieser Aktion der Menschlichkeit beteiligt. „Wer die Bilder aus den Flüchtlingslagern sieht, der kann nicht vor dem Elend und der Not dieser Kinder die Augen verschließen.“ Laut UNHCR leben derzeit über 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Lager Moria, von denen viele unter 14 Jahre alt sind. Vor diesem Hintergrund betonen die SPD-Politiker: „Die wichtige Entscheidung zur Aufnahme der jungen Hilfesuchenden kommt besser spät als nie. Es ist unvorstellbar, was ein Ausbruch der Corona-Pandemie für katastrophale Folgen hätte. Das Leben tausender Menschen, die derzeit ohnehin unter dramatischen Lebensverhältnissen existieren, wäre massiv bedroht. Sowohl die medizinischen als auch die hygienischen Bedingungen in den Lagern der griechischen Inseln sind desaströs. Vor dem Kontext des Coronavirus braucht es ein noch entschiedeneres Handeln aller europäischen Länder. So schlimm die Pandemie im eigenen Land ist, darf die Hilfsbereitschaft an der Außengrenze der EU nicht abebben.“ Dies ist allerdings nur ein erster Schritt. In den kommenden Wochen sollen zwischen 350 und 500 unbegleitete Kinder nach Deutschland geholt werden.

Das bislang nur wenige Mitglieder der Europäischen Union Zusicherung zu weiteren Aufnahmen von Flüchtlingen getroffen haben, sei ein erschreckendes Negativzeichen der Solidarität, so der Bundestagsabgeordnete Mohrs weiter: „Dass es eine Koalition der Willigen braucht, um notleidenden Menschen ein Dach über dem Kopf zu gewähren, ist dramatisch. Europa hat die humanitäre Verantwortung, denjenigen, die vor Krieg fliehen und besonders schutzbedürftig sind, eine sichere Zuflucht zu gewähren. Es darf sich kein Mitgliedsstaat dieser Verantwortung verwehren!“ Als Vorsitzende des Sozialausschusses sieht die Landtagsabgeordnete Glosemeyer Wolfsburg gut vorbereitet. „Wir verfügen über menschenwürdige Unterbringungsmöglichkeiten, die notwendige medizinische Versorgung und ein dichtes Netz aus professioneller und ehrenamtlicher Unterstützung. Fünf geflüchtete Kinder wären ein gutes Beispiel gelebter Solidarität für uns alle“, erklärte Glosemeyer.

 

 

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