WOLFSBURG. In ihrer Sitzung am Montag hatte die SPD-Fraktion Arne Meiswinkel, Leiter Konzern Personalgrundsätze und Steuerung, und Bernd Osterloh, Vorsitzenden des Ge- samt- und Konzernbetriebsrats, zu Gast, um sich über die Situation bei Wolfsburgs größ- tem Arbeitgeber zu informieren. „Wir haben den auch außerhalb von Krisenzeiten engen Austausch zu Volkswagen genutzt, um aus erster Hand zu erfahren, wie sich die Corona- Pandemie auf Belegschaft und Produktion bei VW auswirken. Vor allem ging es uns da- rum, gemeinsam Perspektiven zu entwickeln, um aus dem Krisenmodus wieder heraus- zukommen“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Bachmann.
„Wir stehen vor großen, noch nie dagewesenen Herausforderungen“, berichtete Meiswinkel. Derzeit befindet sich rund ein Drittel der VW-Beschäftigten in Kurzarbeit. Eine Herausforderung stelle die Beschulung und Betreuung der Kinder dar: „Home Office, gleichzeitig Kinderbetreuung und sich um die Schularbeiten kümmern, geht oft nur schwer zusammen“, meinte Osterloh.
SPD-Bundestagsabgeordneter und Jugendhilfeausschuss-Vorsitzender Falko Mohrs bestätigte dies und wies daher auf das inzwischen ausgeweitete Betreuungsangebot hin: „Seit dem 13. Mai wird die Notbetreuung in den Kitas kontinuierlich ausgeweitet bis hin zu 50 Prozent der re- gulären Plätze.“
Auch SPD-Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer versprach, die Belange der VW- Belegschaft aufzugreifen: „Das Thema Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz werde ich persönlich mit Sozialministerin Carola Reimann besprechen.“ Hintergrund ist die Ausgleichs- zahlung bei Verdienstausfall nach dem IfSG – auch hier hatten Osterloh und Meiswinkel um weiterreichende Informationen gebeten, um bei Arbeitnehmern in Quarantäne eine mögliche Zahlung zu prüfen.
In der Runde waren sich die Vertreter von Volkswagen und die Fraktionsmitglieder einig, dass sie ein Konjunkturpaket der Bundesregierung für absolut notwendig halten. „Wir werden als Kommune und mit unseren Abgeordneten Falko Mohrs und Immacolata Glosemeyer alles uns Mögliche tun, damit Volkswagen die notwendige Unterstützung bekommt. Es geht um die Siche- rung Tausender von Arbeitsplätzen und der Zukunftsperspektiven für ganze Regionen in Nie- dersachsen“, versicherten die Mitglieder der SPD- Fraktion abschließend.
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