Viele Städte und Gemeinden sind von tiefgreifenden Veränderungen in ihren Innenstädten, Stadt- bzw. Ortsteilzentren und Ortskernen betroffen. Das gilt vor allem für einen anhaltenden Strukturwandel im Einzelhandel. „Aber auch andere Nutzungen im Tourismus und im Gastgewerbe, von Kultureinrichtungen und gewerbliche Nutzungen sind zum Teil in ihren jetzigen Angebots- und Betriebsformen nur noch gering gefragt oder nicht mehr tragfähig“, beschreibt der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs die aktuelle Situation. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie beschleunigen diese strukturellen Entwicklungen zusätzlich und decken die drängenden Handlungsbedarfe auf. Es bedarf zum Teil erheblicher funktionaler, städtebaulicher und immobilienwirtschaftlicher Anpassungen in den Innenstädten, Stadt- und Ortsteilzentren, um die generelle Funktion dieser Handlungsräume für die Gesamtstadt langfristig zu sichern.

Die Bundesregierung möchte im Rahmen des Projektaufrufs „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ Städte und Gemeinden modellhaft bei der Erarbeitung von innovativen Konzepten und Handlungsstrategien und deren Umsetzung fördern und stellt dafür nun insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung. Wolfsburg könnte davon erheblich profitieren. „Im Kontext der Strategieentwicklung können somit im Sinne von Reallaboren auch konkrete Einzelmaßnahmen zur Stärkung und Entwicklung der Innenstädte bzw. Zentren unterstützt werden“, beschreibt Mohrs die praktischen Ziele der Initiative. Ziel ist es, Städte und Gemeinden bei der Bewältigung akuter und auch struktureller Problemlagen in den Innenstädten, Stadt- und Ortsteilzentren zu unterstützen, indem diese als Identifikationsorte der Kommune zu multifunktionalen und kooperativen Orten entwickelt werden. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterkandidatin Iris Bothe soll die Stärkung der Wolfsburger Innenstadt sowie der Stadtteilzentren ein Schwerpunkt in den kommenden Monaten bilden. „Wir müssen den Transformationsprozess mit guten Lösungen nutzen, um uns mit einer Vielzahl von Akteuren ganz neue Möglichkeitsräume zu eröffnen“, so Iris Bothe. Dabei freut sich die Dezernentin über viele kreative Vorschläge zur nachhaltigen Belebung und Stärkung der Zentren und zur deutlichen Verbesserung der Attraktivität.

Städte und Gemeinden sind aufgerufen, bis zum 17. September 2021 Projektvorschläge für innovative Konzepte und Handlungsstrategien zur Stärkung der Resilienz und Krisenbewältigung einzureichen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) setzt das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren” um. Hierfür haben sich nach Aussage von Mohrs Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Kommunen und Gemeinden in den letzten Monaten intensiv um den Beginn des Förderaufrufes durch das Bundesinnenministerium und einer Aufstockung des Programms eingesetzt, so dass nun insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung stehen. 

Nach Aussage von Hans-Georg Bachmann, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, sollte sich Wolfsburg unbedingt an diesem Programm beteiligen. „Wir haben den Oberbürgermeister um die Einreichung entsprechender Projektanträge gebeten. Da wir bereits seit Monaten intensiv über konkrete Handlungsschritte diskutieren, sollte ein überzeugender Antrag der Stadt Wolfsburg gute Erfolgsaussichten auf eine Bundesförderung haben“, ist Bachmann zuversichtlich.

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