Mit fast 234.000 Euro fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ab sofort die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ des Behindertenbeirates Wolfsburg e. V. in der Saarstraße 39 in der Wolfsburger Innenstadt. „Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gemacht, Beratungsangebote zu fördern, bei denen Betroffene andere Betroffene beraten – das sogenannte ‚Peer Counselings‘“, erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs. „Großer Vorteil dieser Form der Beratung ist, dass die Hemmschwelle bei den Betroffenen sinkt, offen über ihre Sorgen zu sprechen. Denn sie wissen, dass sie mit Menschen reden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und denen sie entsprechend offen begegnen können. Diesen Ansatz unterstützen wir gern“, so Mohrs.

Konkret ist im Rahmen des Projektes die persönliche, telefonische und mediale Beratung für Menschen mit Behinderung geplant. „Ziel ist es, die Beratungsstelle in der Saarstraße als Knotenpunkt des Behindertenbeirates e. V.  weiterzuentwickeln und neben der Beratung von Betroffenen auch die Unterstützung von Betroffenengruppen zu ermöglichen“, sagt die SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Sozialausschusses, Immacolata Glosemeyer. „Im Vorfeld der Beantragung von konkreten Leistungen soll die unabhängige Beratung Informationen und Orientierung geben, vor allem zu individuellen Teilhabemöglichkeiten und –leistungen sowie zum Teilhabeprozess und Verfahrensablauf“, so Glosemeyer. Die Sozialpolitikerin arbeitet seit vielen Jahren bereits ehrenamtlich im Behindertenbeirat mit. Neben den hauptamtlichen Fachkräften nutzt der Verein dafür sein Netzwerk an Betroffenen und wirbt aktiv für weitere Unterstützer. Der Bundestagsabgeordnete Mohrs ergänzt hierzu: „Mit dem Behindertenbeirat unterstützen wir dazu einen verlässlichen Partner, der sich über lange Jahre eine große Kompetenz in der Sozialberatung aufgebaut hat. Wir sind uns sicher, dass das Geld hier in guten Händen ist.“

Der Förderzeitraum ist zunächst bis Ende 2020 begrenzt, insgesamt werden genau 233.511,28 Euro inklusive Eigenmittel für das Projekt aufgewendet. Grundlage der Förderung ist der neue Paragraf 32 des Sozialgesetzbuches IX.

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