Mit scharfer Kritik hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs auf den Vorschlag der Grünen reagiert, zukünftig den Bau von Eigenheimen verbieten zu wollen. „Natürlich ist Boden nicht vermehrbar und wir müssen mit den vorhandenen Ressourcen schonend umgehen. Aber ein Familienhausverbot ist das völlig falsche Signal“, so Mohrs. Diese Wohnform erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, was nach Aussage von Mohrs insbesondere die langen Wartelisten auf einen Bauplatz deutlich machen.

Vielmehr müsse es nach den Worten des SPD-Politikers um ökologisch sinnvolle Bauweisen sowie zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur gehen. „Gerade in Wolfsburg wollen wir mit grüner Route und einer Stärkung von ÖPNV und Steigerung der Attraktivität des Fahrradverkehrs wichtige Akzente für eine bessere Energiebilanz setzen“, so Mohrs. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist der Wert des eigenen Häuschens mit kleinem Garten noch deutlich gestiegen. „Die Zunahme von Homeoffice und der damit verbundene Wunsch nach mehr Freiraum in den eigenen vier Wänden wird diesen Trend eher verstärken“, ist sich der Abgeordnete sicher.

Bevormundungsstrategien treffen nach Ansicht des SPD-Politikers nicht die Lebenswirklichkeit der Menschen. Gerade in vielen ländlichen Regionen hänge die Zukunftsfähigkeit der kleineren Städte und Gemeinden auch von Eigenheimgebieten und dem Zuzug von jungen Familien ab. „Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt und Ausbau von Kindergärten, Schulen und einer funktionierenden Nahversorgung. Zudem sind die Einkommenssteueranteile wichtig für die kommunalen Haushalte“, beschreibt Mohrs die positiven Auswirkungen.

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